Aufstellende

Der Aufsteller als Regisseur und Beobachter

Sie als Regisseur dieses Abends vergeben den „Schauspielern“ den Platz, den sie aus Ihrem subjektiven Gefühl innerhalb des Gesamtgefüges (System) einnehmen.

Über jeden Protagonisten geben Sie kurz Informationen und ziehen sich dann auf Ihren Regiestuhl zurück.

Über die Betrachtung von außen öffnen wir uns für neue Erfahrungen. Eine potentielle Veränderung wird hauptsächlich über die Intuition und das Fühlen angeregt anstatt über den Kopf.

Schwarz-weiße Betrachtungsmuster lösen sich auf und weiten den Blick für ein höheres Bewusstheit über Herausforderungen und Chancen.

Ein besonders positiver Effekt der Aufstellung ist, dass Aussagen der Stellvertreter eine besondere Wahrnehmungsensibilität entgegen gebracht wird. Dieses liegt darin begründet, dass systemische Aufstellungen grundsätzlich immer wertschätzend gegenüber dem aufgestellten System durchgeführt werden. Aber auch darin, dass die Stellvertreter gegenüber dem System keine weiteren Informationen haben und allein durch ihr Mitgefühl agieren.

Ob und inwiefern eine Blickwinkelveränderung beim Regisseur auch zu einer Veränderung führt, entscheidet jeder für sich. Einige Beobachtungen aus dem Szenenbild sind dem Regisseur vielleicht schon vorher bekannt und bestätigen sich. Es kann aber auch sein, dass Dargestelltes so vom Regisseur nicht angenommen werden kann und anderes sogar zu neuen Erkenntnissen führt.

Alles kann, nichts muss…